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Die Geburt der Tragödie oder Griechenthum und Pessimismus

Am 2. Januar 1872 erscheint die Tragödienschrift im Verlag von E. W. Fritzsch in Leipzig.

Vorarbeiten Nietzsches zu seinem Erstling reichen bis 1869 zurück. Dazu gehören die Aufsätze im Winter 1869 über `Das griechische Musikdrama´, `Socrates und die Tragödie´ und 1870 über `Die dionysische Weltanschauung´ und die `Geburt des tragischen Gedankens´. Die Motivation, über dieses Thema in einer größeren, gleichsam programmatischen Veröffentlichung zu schreiben, kommt durch den intensiven persönlichen Gedankenaustausch mit Richard Wagner in Tribschen.

Die Tragödienschrift markiert Nietzsches Wende zur Philosophie. Mit der Einführung des wirkungsmächtigen Gegensatzes von dionysischen und apollinischen Prinzips ist ein Thema angesprochen, das Nietzsche nicht mehr loslassen wird. Als Wissenschaftler, als Philologe, ist er nach dieser auf Spekulationen aufgebauten Schrift 'erledigt'. Die zweite Auflage der Schrift (der einzigen, die auch ein finanzieller Erfolg wird) erscheint am 31. Oktober 1886 unter dem Titel `Die Geburt der Tragödie oder Griechenthum und Pessimismus´.